Wildfremder Mensch in meinem Bad

Heute ist ein besonderer Tag. Nicht, weil ich Geburtstag habe. Heute passierte etwas, was mir noch nie im Leben passiert ist: Ich habe bei meinem Morgenritual im Bad an einen Menschen gedacht, den ich nur aus dem Internet und am Telefon kenne. Was ist daran so besonderes?

 

Der Tag begann wie immer. Aufstehen ohne Wecker (ich hasse die Dinge), ich brauche keinen – ich werde immer rechtzeitig wach, meistens um 6:.00 Uhr. So war es heute auch. Nichts Aufregendes. Ich machte also meine Yoga-Übungen – ja, das gehört auch zum Standard – drei bis vier einfache Atem- und Dehnübungen, man wird ja nicht jünger. ;) Dann hüpfte ich ins Bad – in meine persönliche ICH-OASE.. 

 

Das ist meine Zeit. Da lasse ich mich nicht hetzen, da wird nicht ans Geschäft, nicht an andere Menschen gedacht – nur ich und mein Start in den Tag. Da höre ich Musik, vorzugsweise etwas Schnelles, Rockiges oder Lustiges, dort wird mit dem Hintern gewackelt und die Pickel werden angeschaut. Hier wird der Körper kultiviert und die Seele für den ganzen Tag motiviert

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So … und heute? Heute schaltete ich das Radio ein, zog die Wäsche runter, stellte mich vor dem Spiegel hin und ich konnte mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. In diesem Moment dachte ich an Michaela. Michaela kenne ich eben nur aus dem Internet, wir haben auch schon mal miteinander telefoniert, wir hatten noch nie die Gelegenheit, zu treffen. Michaela war mir von Anfang an sehr sympathisch und je mehr ich sie kennenlerne, desto mehr Gemeinsamkeiten entdeckte ich. Sie ist ein sehr positiv eingestellter Mensch, sie schreibt einen sehr interessanten BLOG, in dem sie verschiedene Alltagssituationen anspricht. Sie schreibt auch so herrlich direkt.

 

In ihrem letzten Beitrag schrieb sie über einen ganz normalen Scheißtag:
„Ich stelle mich nackt vor den Spiegel und finde das was ich da sehe erstmal zum Kotzen. Ich beginne damit mir doofe Grimassen zu schenken, ich strecke mir die Zunge raus, ich tobe wie ein kleines Kind vor dem Spiegel und es dauert nicht allzu lange, bis ich erst ganz zaghaft beginne zu grinsen und dann schallend lachen muss.“

 

und da stand ich vor meinem Spiegel im Bad, nackig und mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Nein, ich habe heute keinen Schießtag. Es ist ein ganz normaler Tag, der ganz besonders anfing. Michaela ist der erste, [eigentlich fast wildfremde] Mensch, der in meine morgendliche ICH-OASE schaffte.

Wer mehr von Michaela erfahren will und Lust auf mehr bekommen hat – nur Mut – hier geht es zu ihrem herrlich erfrischenden, optimistischen und manchmal sehr direkten geschriebenen BLOG.

Eure Sylvia


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